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Zum 80. Mal jährt sich dieses Jahr der Gedenktag der Pogromnacht des 9.11.1938. Anlässlich dieser Tragödie fanden sich am 8. November einige Bonnerinnen und Bonner, darunter zwei HBG-Schülerinnen, am Synagogenmahnmal zum Moses-Hess-Ufer ein, um an die tragischen Momente und die Opfer der geschehenen Übergriffe zu erinnern.

1938 wurden in der Nacht vom neunten auf den zehnten November Tausende jüdische Geschäfte zerstört und Juden angegriffen, deportiert und ermordet.
Aus diesem Anlass war es für uns besonders wichtig, das Andenken an diese Ereignisse zu wahren.
Deshalb fanden wir uns um kurz vor vier Uhr am Mahnmal ein, zu dem nach einem Gedenkkonzert in der Bonner Oper Bürgermeister Limbach sowie die Vorstehende und Mitglieder der Synagogengemeinde kamen. Außerdem waren ein Vertreter der christlichen Kirche, die Vorstehende der Gedenkstätte für die Bonner Opfer des Nationalsozialismus und viele weitere Bonnerinnen und Bonner, die ebenfalls der schrecklichen Vorkommnisse gedenken wollten, anwesend.
Es wurden bewegende Reden gehalten und ein Kantor sang äußerst emotional jiddische und hebräische Lieder. Wir Schüler legten den Kranz nieder, an dem später Kerzen angezündet wurden.
Sowohl durch die Aufforderungen der Redner als auch durch die anwesende Polizei wurde uns verstärkt bewusst gemacht, dass die Diskriminierung von Juden erschreckender Weise wieder zunimmt und wir uns dagegen einsetzen und stark machen müssen.

Susanna Paul und Yvonne Stock, Q2