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HBG-Lehrerteam kehrt mit getrübter Bilanz vom Fußballturnier zurück

HENNEF (bur). – Schon von den äußeren Umständen her lag beim Lehrer-Futsal-Turnier in der Sportschule Hennef einiges im Argen.

Von den seit Jahren geforderten Fangzäunen zwischen Spielfeld und Tribüne war weiterhin nichts zu sehen. Erstes Opfer dieses Defizits war Timotheus Schwake, der, von einem irrlichternden Volleyschuss eines Fußballanfängers am Hinterkopf getroffen, für kurze Zeit die Orientierung verlor. Darauf sollte man allerdings die 0:3-Auftaktniederlage gegen das Gymnasium Frechen nicht zurückführen. Der Gegner war läuferisch, spielerisch und schusskrafttechnisch deutlich überlegen, und allein Keeper Fabian Seiler verdankte man die Verhinderung eines Debakels.

 

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Statt die Flinte ins Korn zu werfen oder sich mit solchem die Niederlage schönzutrinken, ließ „Die Mannschaft“ im folgenden Spiel gegen die Gesamtschule Schlebusch eine klare Steigerung erkennen. Neuzugang Markus Friedl rechtfertigte die hohe Ablösesumme, die an das ZfSL gezahlt worden war, durch den Führungstreffer, als er in eine Vorlage von Ersatzkapitän Moritz Burgmann (Jörg Bröckelmann hatte vom Mannschaftsarzt keine rechtzeitige Freigabe erhalten) energisch hineinsprintete. Nach dem kurzzeitigen Ausgleich führte eine Traumkombination über 5 Stationen (bei notabene 5 Spielern) zur erneuten Führung durch Friedl nach Vorlage von Seiler – Ricken – Burgmann – Schwake. Dann schlug die Stunde der Abwehrspezialistin Anja Kellerbach, die durch umsichtiges Dirigieren den Sieg sicherstellen half.

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Ein fußballerisches Kuriosum stand am Ende des 3. Spiels gegen das Gymnasium Rodenkirchen: trotz drückender Überlegenheit und einem klaren Chancenplus endete es mit demselben enttäuschenden Ergebnis wie das erste Spiel. Allrounder Ralf Ricken brachte es auf den Punkt: „So ist Fußball.“ Zu allem Übel wurde Mittelfeldmotor Schwake ein weiteres Mal Opfer des skandalösen Zustands der Anlage: ohne gegnerische Einwirkung verdrehte er sich aufgrund einer Unebenheit des Platzes den Knöchel und fiel fortan aus.

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Mit einem abschließenden Sieg wäre ein Weiterkommen theoretisch noch denkbar gewesen. Doch neben der personellen Schwächung wirkte sich nun auch das Fehlen jeglicher Fanunterstützung aus. Helmut Fauck, Fan der ersten Stunde, musste ungewollt absagen; andere potentielle Unterstützer hatten den Besuch eines parallel laufenden Zweit(!)ligaspiels vorgezogen.

Duplizität der Ereignisse dann in der letzten Vorrundenpartie: mehr vom Spiel und doch verloren, 0:1 gegen das Heinrich-Hertz-Europakolleg. Dass der Siegtreffer in einem Moment fiel, in dem die HBG-Mannschaft nach einem Zusammenstoß im Mittelfeld in Unterzahl spielte, gab dem Ganzen einen schalen Beigeschmack. Dieser konnte auch durch die am Spielfeldrand angebotene Currywurst nicht wettgemacht werden. Diese hatte seit dem Sommerturnier (wir berichteten) weder geschmacklich noch von der Konsistenz her Fortschritte gemacht. Leider muss man solches auch vom HBG-Team sagen – letztlich können die zahlreichen Absagen (und die Tatsache, dass man alle vier Spiele in der ungeliebten „Kleinen Halle“ absolvieren musste) nicht als Ausreden für ein insgesamt enttäuschendes Abschneiden herhalten.

Man darf den S…, pardon, den Kopf nicht in den Sand stecken – die Zahl der Baustellen ist groß: mehr körperliche Robustheit, schnelleres Umschaltspiel, Erhöhung der Packing-Rate u.v.a.m. Ob hier bis zum nächsten Turnier der Sprung auf ein höheres Niveau erfolgt, wird auch von der Ernsthaftigkeit der Trainingsarbeit abhängen. Ob die Spielerinnen und Spieler hierfür wie gewünscht freitags die ersten vier Stunden ausgeplant werden können, war bei Turnierende noch offen.